25 Jahre ThinkPad verändern die Welt
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Helfende Hände

Die Sommerferien sind normalerweise die Zeit, in der Studenten eine Pause vom Lernen einlegen, und sich auf einem Roadtrip oder bei einem neuen Hobby entspannen. Jeff Powell, der erst kürzlich sein Biomedizinstudium an der University of North Carolina (UNC) in Chapel Hill abschloss, hat von einer Denkpause anscheinend noch nie etwas gehört. Innerhalb eines Sommers brachte er sich selbst alles Wissenswerte über den 3D-Druck bei und fing an, eine kostengünstige Handprothese zu entwerfen. Noch vor dem Ende der Ferien war ein funktionierender Prototyp fertiggestellt.

Die Geschichte nahm im Keller von Phillips Hall – wo Powell unzählige Stunden damit verbrachte, sein Lenovo ThinkPad an den 3D-Drucker der Universität anzuschließen – ihren Lauf. Sie begann aber mit Holden Mora, einem 7-jährigen Jungen aus Chapel Hill, dessen Finger an der linken Hand von Geburt an nicht vollständig ausgeformt sind.

„Ich wollte gerne anderen helfen, weil ich immer sehr dankbar für die Unterstützung war, die ich von meiner Familie und Professoren erhielt”, sagt Powell. „Dann erfuhr ich von Holdens Situation und ich fand heraus, wie teuer Prothesen sind. Also begann ich, nach Möglichkeiten zu suchen, wie man das Problem mithilfe von Technologie lösen könnte.”

Die exorbitanten Kosten von Prothesen sind an sich bereits eine riesige Hürde für viele Eltern. Und nachdem Kinder ständig wachsen, müssen die künstlichen Gliedmaßen auch noch regelmäßig ersetzt werden. Powell stand also nicht nur vor der Herausforderung, eine innovative Problemlösung zu finden – sie musste zudem langfristig funktionieren. Also wandte er sich den generativen Fertigungsverfahren zu.

„Der 3D-Druck hat sich innerhalb von kurzer Zeit stark entwickelt”, erzählt Powell. „Früher waren die Drucker riesengroße, teure Dinger, die vorwiegend in der Automobilfertigung eingesetzt wurden. Aber heute stellt das Verfahren eine unglaublich schnelle und kostengünstige Art der Produktion dar: Wir können eine vollständige Handprothese für ungefähr 20 US-Dollar herstellen.”

Wenn man an einem achtstündigen 3D-Druck arbeitet, reicht eine Störung von einem Sekundenbruchteil, um das ganze Modell zu ruinieren. Deshalb vertraut Powell der Zuverlässigkeit seines Lenovo ThinkPad. Auf diesem kann er zudem all die Open-Source-Programme ausführen, die er in der Lernphase verwendet hat, um in die abwechslungsreiche und sich ständig entwickelnde Welt des 3D-Drucks einzutauchen.

Nach vielen Stunden im Labor, zahlreichen gescheiterten Experimenten und umfangreicher Recherche in Open-Source-Community-Foren auf seinem Lenovo ThinkPad konnte Powell endlich ein funktionierendes Modell für Holden präsentieren. Doch eine Frage blieb immer noch offen: Wie konnte er diese Technologie von einer vorübergehenden in eine permanente Lösung verwandeln?

„Für die Lösung dieses Problems kam mir die Idee, eine Studentengruppe an der UNC zu gründen”, sagt Powell. „Studenten könnten auf diese Weise gemeinnützige Arbeit leisten, wertvolle technologische Erfahrungen sammeln und vor allem stetig neue Prothesen für diejenigen bereitstellen, die sie benötigen.”

Seit seinen Anfängen hat sich das Programm in einen selbsterhaltenden Verein mit zwei weiteren Ortsverbänden an der North Carolina State University und dem Durham Technical Community College entwickelt. Zudem wurde eine Non-Profit-Organisation namens The Helping Hand Project gegründet, die von Powell gemeinsam mit anderen Vorstandsmitgliedern geleitet wird. Durch die Errichtung einer Non-Profit-Organisation außerhalb der Schule ist er in der Lage, Geldmittel für die Programme zu sammeln und Personen zu involvieren, die zwar keine Studenten sind, aber gerne als Mitarbeiter oder freiwillige Helfer an dem Projekt mitwirken möchten.

Obwohl Powell nicht mehr primär in der Entwicklung tätig ist, sondern eher eine administrative Rolle einnimmt, kann er es nicht lassen, auch selbst immer wieder mit anzupacken. „Wir arbeiten an einer besseren individuellen Anpassung für die Kinder – wir haben sogar eine Prothese entwickelt, die im Dunkeln leuchtet”, erzählt Powell.

Zusätzlich zu den ästhetischen Aspekten achtet Powell beim Entwerfen von Prothesen auch auf deren Zweckmäßigkeit. Wenn ein Kind also Rad fahren oder Trompete spielen möchte, könnte es Komponenten je nach Bedarf austauschen.

Powell bemerkte bald, dass seine Bemühungen, diese einzigartigen Hilfsmittel zu bauen und gesellschaftsfähig zu machen, eine weitere Entwicklung herbeiführten: Als wunderbare Begleiterscheinung entstand quasi unabsichtlich eine organische Sozialarbeits- und Therapiegruppe sowohl für Eltern als auch Kinder.

„Das war zwar nicht Teil des ursprünglichen Plans, aber dennoch ist unser Selbsthilfenetzwerk inzwischen so wertvoll wie die Prothesen selbst”, meint Powell.

Ob durch innovative Technologie, Unterstützung im Unterricht oder einfach einen sicheren Platz zum Reden – Powell hat eine fantastische und nachhaltige Möglichkeit gefunden, um anderen eine helfende Hand zu reichen.

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