25 Jahre ThinkPad verändern die Welt
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Bessere Zukunftsaussichten für Tansania

Die Frauen und Kinder gehen zu Fuß – manchmal zwei Stunden, aber auch bis zu sieben Stunden – auf den heißen und staubigen Pfaden, die sich durch die staubtrockene Subsahara-Landschaft schlängeln. Feine Erde bedeckt ihre Füße und Schuhe und setzt sich dick auf die verbeulten und verkratzten Eimer, die sie schon so oft getragen haben. Die Bewohner der wasserarmen Teile von Tansania müssen diese Strapaze jeden Tag auf sich nehmen, nur um an sauberes Trinkwasser zu gelangen. Und sie haben noch Glück. Viele Menschen in Tansania haben keine Wahl und müssen verschmutztes Wasser trinken – und das fordert jedes Jahr 4.000 Todesopfer.

Das will Przemek Zientala ändern.

Für Zientala, einen dreißigjährigen Studenten der Universität Southampton, war die Kombination seiner Fähigkeiten im Bereich maschinelles Lernen – einem sich neu entwickelnden Zweig der künstlichen Intelligenz – und physischer Geografie eine natürliche Wahl. Für die physische Geografie – die Lehre von den natürlichen Landschaftsmerkmalen hatte sich Zientala schon immer interessiert. Deshalb beschlossen er und sein Mentor, dass er beide Fächer in seine Dissertation einfließen lassen sollte. Letztlich befasst er sich mit einem Problem, von dem er wusste, dass er es lösen konnte: Sauberes Wasser in einer der kärgsten Regionen der Welt zu finden. Die Wasserkartierung ist eine Technologie, die so transparent ist wie ihr Name: Forscher suchen neue Wasserquellen und bestätigen Reserven bestehender Quellen. „Tansania hat besonders große Schwierigkeiten, Zugang zu sauberem Wasser zu bekommen“, sagte Zientala. „Und viele Wasserstellen sind kartenmäßig noch nicht erfasst.“

Der typische Tagesablauf von Zientala beginnt zu Hause. Hier läuft sein ThinkPad und zeigt Wasserkartierungsdaten, verschiedene Online-Community-Foren für Ingenieure und zahllose Zeilen Programmcode an. Die Arbeit ist komplex. Deshalb braucht er die beste Technologie, ohne sein Studentenbudget zu sprengen. „Beim Kauf eines Computers habe ich zwei Dinge besonders im Auge: Leistung und Fertigungsqualität. Ich nenne mein ThinkPad das „kleine Biest“. Nach monatelangem Vergleichen fand Zientala heraus, dass es sein ThinkPad auch mit den komplexesten Programmen aufnehmen konnte, die höchste RAM-Anforderungen stellen. In den Nächten der Programmierung mit R – einem von Datenwissenschaftlern benutzten komplexen Programm – hat Zientala erfahren, dass sein „kleines Biest“ der Aufgabe gewachsen war.

Mithilfe der Vorhersagen von geschulten Datensätzen ortet der Nachwuchswissenschaftler mögliche Wasserstellen wie beispielsweise Quellen oder Brunnen. Gleichzeitig kann er die staatlichen Pläne untersuchen, mit denen der Staat Tansania den Wasserzugang für seine Einwohner von 53% im Jahr 2005 auf 90% im Jahr 2025 verbessern will.

Die Arbeit ist für Zientala mehr als nur eine Dissertation – eine Möglichkeit, etwas zu schaffen, das eine reale Auswirkung auf das Leben der Menschen hat. „650 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Mit dieser Technologie können wir die Zahl vielleicht verringern“, erklärt er. Letztlich ist es eine große Aufgabe für einen Studenten, der den Ort seines Projekts in über 11.000 Kilometern Entfernung von seinem Appartment in Southampton nie selbst besucht hat.

Der 21-jährige Vordiplomstudent, der ursprünglich aus Polen stammt, kam am 19. September 2014 zuerst nach Großbritannien. Er lacht, als er das genaue Datum angibt –ein weiteres Beispiel seiner Liebe zum Detail – und lässt keine Einzelheit aus, als er über seine Forschungsthemen erzählt. Maschinelles Lernen, so erklärt er, ist ein Zweig der künstlichen Intelligenz, der Computer in die Lage setzt, selbstständig von Daten zu lernen und verborgene Muster zu erkennen. Zientala hat mit der Einbeziehung verschiedener Variablen wie Grundwassertiefe und Standorte früherer Wasserstellen von Organisationen wie WaterAid Tanzania und British Geological Survey die Daten für seine Doktorarbeit zusammengestellt, die 2017 vorgelegt wird.

Wenn er keine Algorithmen ausführt oder Literaturrecherchen betreibt, spielt Zientala gern klassische Gitarre. Er leitet auch die astronomische Gesellschaft an seiner Universität. Mit seiner Begeisterung für die Lösung von Problemen aus dem praktischen Alltag plant Zientala die Absolvierung eines PhD-Programms und hofft, eines Tages genügend öffentliche Anerkennung zu erhalten, damit seine Arbeiten veröffentlicht und irgendwann einmal auch von der Regierung Tansanias umgesetzt werden. Nebenher arbeitet er an einem Start-up namens FuseMind. Das Unternehmen wertet akademische Forschungsergebnisse mittels Deep Learning und KI aus – ohne Übertreibung ein fantastisches Tool für Studenten.

Zientala wünscht sich, dass seine Arbeiten praktisch umgesetzt werden – und ist bereits auf dem richtigen Weg. Er stellte seine Forschungen im vergangenen April der britischen GIS Conference in Manchester vor. Er wird hoffentlich seinen Zuhörerkreis weiterhin vergrößern und irgendwann einmal die Wasserkrise in Tansania und anderen Ländern lösen können. Für Zientala geht es darum, „etwas Praktisches zu entwickeln, das Auswirkung auf das Alltagsleben hat“. Das Einbringen seiner Erkenntnisse in das Projekt ist für diesen jungen Wissenschaftler erst der Beginn.

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